
ORF Redesign
Nach 25 Jahren seines Bestehens wollte der ORF sein Erscheinungsbild der neuen Zeit anpassen. Der ORF wollte sich vom "Monopol zum Marktführer" wandeln. Ein bewährtes und sehr erfolgreiches Radio- und Fernsehprogramm sollte in eine grafische Sprache übersetzt werden, welche die Zukunft reflektiert und vorwegnimmt, eine Zukunft mit radikal neuer Medientechnologie und sich änderndem Kundenverhalten.
Ziel war es, eine visuelle Sprache zu entwickeln, die trotz eines eindeutigen Charakters eine möglichst breite Interpretationsvielfalt für die einzelnen Umsetzungsbereiche erlaubt. Auf Dekoration wurde zugunsten einer klaren, auf das Notwendige konzentrierten Sprache verzichtet. Das neue Corporate Design gibt eine grafische Struktur vor, mit deren Hilfe sich die Vielfalt der Angebote in differenzierter aber auch einheitlicher Form abbilden lässt. Trotz eines strengen Systems entsteht ein großer kreativer Freiraum. Durch die Verwendung einer soliden Sprache kann alles Notwendige ausgedrückt werden, ohne im Nachhinein wiedererkennbare Formen darüberzustülpen. Die grafische Sprache des ORF besteht aus wenigen Elementen, die modular einsetzbar sind und viele Kombinationen zulassen.
Für den ORF wurde 1993 ein Corporate Design entwickelt, das die beiden Fernsehprogramme, die neun Landesstudios und sechs Radioprogramme unter einem starken Dach zusammenfasst. Die Formensprache des ORF baut auf der eigens entwickelten Hausschrift auf. Die unterschiedlichen Programmfarben werden durch eine breite Farbpalette aus miteinander kontrastierenden und harmonierenden Farbwerten unterstützt. Das Design versteht sich als modulares System, welches sich zur differenzierten Darstellung einzelner Programmbereiche eignet und dabei stets die Dachmarke ORF kommuniziert.
Markus Hanzer, künstlerischer und organisatorischer Leiter der ORF Grafik: Leitung, Konzept, Design, Produktion
Designteam: Michael Süssmayer, Martyn Berger, Michael Huber, Heinrich Landauer, Barbara Lazar, Peter Putz, Rupert Putz, Helmut Stadlmann, Helmut Stiedl, Norbert Wuchte, Stuart Veech; Designberatung: dmc mit Neville Brody
Technik: Quantel Paintbox / Harry / Cypher, Alias 3D Power Animator, Parallax Matador 2D Animation, DVE-Charisma, Photoshop / Painter / Freehand / Illustrator / Macromind-Director / Life Forms / Premiere / Infini-D / Gryphon Morph / Aldus SuperPaint


